UrbanHome › Ratgeber › Kaufen › Wo Immobilien in den Schweizer Alpen noch bezahlbar sind
Immobilien kaufen · Schweizer Alpen

Wo Immobilien in den Schweizer Alpen noch bezahlbar sind

In den bekanntesten Schweizer Ferienorten haben sich Wohnungen und Chalets stark verteuert, doch ausserhalb der Prestigedestinationen gibt es weiterhin Gemeinden mit deutlich tieferen Quadratmeterpreisen. Besonders Airolo, Glarus Süd, Ernen, Leukerbad, Goms, Evolène, Wildhaus-Alt St. Johann und Leysin liegen nach aktuellen Modellwerten unter dem Schweizer Durchschnitt.

Autor: Aktualisiert am: · Lesezeit: ca. 18 Minuten

01
Airolo CHF 3’969/m² tiefer Modellwert
02
Glarus Süd CHF 4’559/m² deutlich unter Schweiz
03
CHF 7’904/m² Schweiz Modellvergleich
04
+4,1 % Ferienwohnungen Q1 2026 zum Vorjahr
Alpenmarkt 2026

Der Schweizer Alpenimmobilienmarkt ist zweigeteilt

Internationale Spitzenorte erreichen Preisniveaus, die mit normalen Schweizer Wohneigentumsmärkten kaum noch vergleichbar sind.

UBS nennt für hochwertige Ferienwohnungen ungefähr CHF 25’000 pro Quadratmeter in Gstaad, CHF 24’000 im Engadin und in St. Moritz, CHF 23’500 in Verbier, CHF 22’000 in Andermatt und CHF 21’000 in Zermatt.

Marktgruppe Beispiele Einordnung
Internationale Spitzenmärkte Gstaad, St. Moritz, Verbier, Andermatt, Zermatt Über CHF 20’000 pro m² im gehobenen Ferienwohnungssegment.
Teure etablierte Destinationen Davos/Klosters, Arosa, Flims/Laax, Lenzerheide, Jungfrau-Region Gemäss UBS etwa CHF 16’000 bis 18’000 pro m².
Vergleichsweise günstigere Ferienmärkte Goms, Evolène, Leukerbad, Wildhaus, Leysin-Les Mosses, Elm/Braunwald Deutlich tiefer, aber Objektqualität und Zweitwohnungsstatus können grosse Aufschläge bewirken.
Alpengemeinden ausserhalb grosser Resortmarken Airolo, Glarus Süd, Ernen und weitere Tal- oder Regionalzentren Teilweise weit unter dem Schweizer Gemeinde-Durchschnitt.
25k Gstaad ca. CHF 25’000/m²
24k St. Moritz ca. CHF 24’000/m²
21k Zermatt ca. CHF 21’000/m²
!

Wichtig: Ein Gemeinde-Durchschnittspreis und der Preis einer hochwertigen Ferienwohnung messen nicht dasselbe. Eine renovierte Zweitwohnung direkt an der Bergbahn kann doppelt so teuer sein wie ein älteres Erstwohnungsobjekt im gleichen Gemeindegebiet.

Preisvergleich

Wo die Durchschnittswerte noch tiefer sind

Die folgende Tabelle verwendet modellierte Durchschnittspreise von RealAdvisor. Das Modell kombiniert Inserate, historische Verkäufe, professionelle Bewertungen und Geodaten.

Die Schätzung für 80 Quadratmeter ist eine reine Multiplikation und enthält weder Notariatskosten noch Steuern, Renovationen, Parkplatz oder Möblierung.

Gemeinde Durchschnitt pro m² Rechnerischer Wert für 80 m² Einordnung
Airolo (TI) CHF 3’969 ca. CHF 317’520 Sehr tiefer Vergleichswert; Gotthardlage, ältere Bausubstanz genau prüfen.
Glarus Süd (GL) CHF 4’559 ca. CHF 364’720 Grosse Gemeinde mit deutlichen Unterschieden zwischen Talorten und Ferienlagen.
Ernen (VS) CHF 5’050 ca. CHF 404’000 Historische Dorfstruktur und Nähe zur Aletsch- und Gomsregion.
Leukerbad (VS) CHF 5’342 ca. CHF 427’360 Thermal- und Bergdestination; Zustand und Erneuerungsfonds prüfen.
Goms (VS) CHF 5’742 ca. CHF 459’360 Langlauf- und Ganzjahresregion; Mikrolagen und Erreichbarkeit unterscheiden sich.
Evolène (VS) CHF 6’020 ca. CHF 481’600 Authentische Walliser Destination mit tieferem Preisniveau als die Top-Resorts.
Wildhaus-Alt St. Johann (SG) CHF 6’380 ca. CHF 510’400 Ostschweizer Ferienregion mit Zürich-Nähe und wachsender Ganzjahresnachfrage.
Leysin (VD) CHF 6’625 ca. CHF 530’000 Waadtländer Bergort mit Bahnanschluss und internationaler Ausrichtung.
Obersaxen Mundaun (GR) CHF 7’727 ca. CHF 618’160 Noch unter dem Schweizer Mittel, aber gute Ferienlagen können deutlich teurer sein.
Schweiz CHF 7’904 ca. CHF 632’320 Vergleichswert über alle Gemeinden und unterschiedliche Immobilientypen.

Die Tabelle ist eine Suchhilfe, keine Bewertung eines konkreten Objekts. Innerhalb derselben Gemeinde können Aussicht, Besonnung, Baujahr, Renovationsstand, Erreichbarkeit, Einstellplatz und rechtlich zulässige Nutzung Preisunterschiede von mehreren tausend Franken pro Quadratmeter verursachen.

Regionen

Welche Alpenregionen sind für preisbewusste Käufer interessant?

03
Wallis

Ernen und Goms

Historische Dörfer, Langlauf, Wandern und Nähe zur Aletschregion. Anreisezeit, saisonale Nachfrage und ältere Bausubstanz sind wichtige Prüfpunkte.

04
Wallis

Leukerbad

Thermalangebot und Bergtourismus treffen auf relativ tiefe Durchschnittswerte. Bei Stockwerkeigentum sind Erneuerungsfonds, Lift, Fassade, Flachdach und gemeinschaftliche Anlagen besonders wichtig.

05
Wallis

Evolène und Seitentäler

Traditionelle Walliser Dorfstrukturen und ein günstigeres Preisniveau. Der kleine Markt kann jedoch zu weniger Auswahl und längeren Wiederverkaufszeiten führen.

06
Toggenburg

Wildhaus-Alt St. Johann

Aus der Deutschschweiz gut erreichbar und ganzjährig nutzbar. Besonders gute Objekte können bereits deutlich über dem Gemeinde-Mittel liegen.

07
Waadt

Leysin-Les Mosses

Berglage, Bahnanschluss, Schulen und internationale Gäste. Wohnungen sind günstiger als in vielen Westschweizer Spitzenorten, die Preise steigen jedoch weiter.

08
Graubünden

Obersaxen Mundaun und Surselva

Im nationalen Vergleich knapp unter dem Mittel. Gute Ski-in/Ski-out-Lagen und Neubauten können deutlich teurer sein als ältere Wohnungen in weniger zentralen Fraktionen.

Preisunterschiede

Warum bleiben manche Alpenorte günstiger?

Tiefe Preise bedeuten nicht automatisch schlechte Lagen. Häufig fehlt vor allem die internationale Luxusnachfrage, während andere Standortqualitäten durchaus attraktiv sein können.

01

Weniger Prestige

Geringere internationale Bekanntheit, weniger Luxusnachfrage und weniger Prestigeprojekte.

02

Ältere Bausubstanz

Mehr ältere Wohnungen und Häuser mit Sanierungsbedarf drücken den Durchschnittspreis.

03

Grössere Distanz

Kleinere Skigebiete oder längere Reisezeiten zu grossen Zentren begrenzen die Nachfrage.

04

Kleinere Marktliquidität

Ein kleinerer Käuferkreis kann die Wiederverkaufszeit verlängern und begrenzt teilweise die Preisentwicklung.

Nutzungsstatus

Erstwohnung, Zweitwohnung oder touristisch bewirtschaftetes Objekt?

Der gleiche Grundriss kann je nach Nutzungsstatus einen anderen Marktwert haben. Käufer müssen deshalb vor einer Reservation klären, wie das Objekt rechtlich genutzt werden darf.

Status Typische Nutzung Wichtige Prüfung
Erstwohnung Dauerhafter Hauptwohnsitz Wohnsitzpflicht und kommunale Kontrolle.
Freie Zweitwohnung Eigennutzung als Ferien- oder Wochenendwohnung Bestehende Nutzungsfreiheit und Eintragungen prüfen.
Touristisch bewirtschaftete Wohnung Vermietung über Betreiber oder Vermietungspool Eigennutzungswochen, Betreibervertrag, Gebühren und Renditeverteilung.
Altrechtliche Wohnung Vor Einführung der Beschränkung bewilligtes Objekt Baubewilligung, Umbaugeschichte und aktuelle Nutzungsauflagen prüfen.
Nicht allein auf das Inserat verlassen

Formulierungen wie «ideal als Ferienwohnung» sind kein rechtlicher Nachweis. Massgebend sind Grundbuch, Baubewilligung, Nutzungsauflagen und die Auskunft der Gemeinde.

Zweitwohnungsgesetz

Was das Zweitwohnungsgesetz für Käufer bedeutet

01
20-Prozent-Grenze

In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent dürfen grundsätzlich keine neuen unbewirtschafteten Zweitwohnungen mehr bewilligt werden.

Ende März 2026 zählte das Bundesamt für Raumentwicklung 331 solche Gemeinden.

02
Vor dem Kauf prüfen

Wie hoch ist der aktuelle Zweitwohnungsanteil?

Welcher Nutzungsstatus gilt für das konkrete Objekt?

Besteht eine öffentlich-rechtliche Nutzungsbeschränkung?

Darf die Wohnung dauerhaft oder kurzfristig vermietet werden?

Welche Regeln gelten bei Umbau oder Erweiterung?

i

Das Zweitwohnungsgesetz ist kein vollständiges Kaufverbot. Bestehende Zweitwohnungen können grundsätzlich handelbar sein, und touristisch bewirtschaftete Modelle sind unter Voraussetzungen möglich. Entscheidend ist immer der Status des konkreten Objekts.

Erwerb durch Personen im Ausland

Lex Koller: Einschränkungen für Käufer aus dem Ausland

Personen im Ausland benötigen je nach Wohnsitz, Staatsangehörigkeit und Objekt eine Bewilligung. Für Ferienwohnungen gelten Kontingente und weitere Voraussetzungen.

Die Regeln sollten vor Vertragsunterzeichnung mit der kantonalen Bewilligungsbehörde oder einem Notariat geklärt werden.

1 Wohnsitz prüfen
2 Staatsangehörigkeit einordnen
3 Objektstatus verbindlich klären
i

Der Bundesrat eröffnete am 15. April 2026 eine Vernehmlassung zur Verschärfung der Lex Koller. Diese Revision war am 30. Juli 2026 noch nicht geltendes Recht.

Finanzierung

Ferienwohnungen werden strenger finanziert

03
Vorsorge

Keine WEF-Finanzierung

Für Ferienwohnungen kann die Wohneigentumsförderung der Pensionskasse grundsätzlich nicht verwendet werden.

04
Tragbarkeit

Hauptwohnung zählt mit

Bei der Tragbarkeit werden bestehende Belastungen der Hauptwohnung und andere Verpflichtungen berücksichtigt.

05
Bewertung

Vorsicht bei schwer verkäuflichen Objekten

Ältere, abgelegene oder wenig liquide Objekte können von der Bank konservativer bewertet werden.

06
Vermietung

Mieteinnahmen konservativ rechnen

Erwartete Ferienmieten werden von Banken nicht immer vollständig als Einkommen angerechnet.

!

PostFinance nennt für Ferienobjekte eine maximale Belehnung von 75 Prozent. Andere Anbieter können mehr Eigenkapital verlangen. Eine Finanzierungsbestätigung sollte deshalb vor einer verbindlichen Reservation eingeholt werden.

Gesamtkosten

Nicht nur der Kaufpreis: die vollständigen Kosten

Kostenblock Typische Bestandteile
Kaufnebenkosten Notariat, Grundbuch, Handänderungssteuer je nach Kanton und Finanzierungskosten.
Stockwerkeigentum Verwaltung, Heizung, Lift, Schneeräumung, Hauswart, Erneuerungsfonds und Sonderumlagen.
Gebäudeunterhalt Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Leitungen, Feuchtigkeit und energetische Sanierung.
Nutzung Anreise, Parkplatz, Möblierung, Internet, Reinigung und Leerstandszeiten.
Vermietung Plattform, Betreiber, Schlüsselservice, Reinigung, Wäsche, Kurtaxe und Verwaltung.
Steuern Vermögen, Ertrag oder Eigenmietwert bis 2028 sowie mögliche Objektsteuer ab 2029.
CHF Kaufnebenkosten separat reservieren
STWE Gemeinschaftskosten Fonds und Sonderumlagen prüfen
29 Steuern ab 2029 zweites Szenario rechnen
i

Ab 1. Januar 2029 wird der Eigenmietwert auf selbstgenutzten Erst- und Zweitliegenschaften abgeschafft. Kantone können gleichzeitig eine besondere Objektsteuer auf überwiegend selbstgenutzten Zweitliegenschaften einführen.

Standort

Standort-, Klima- und Wiederverkaufsrisiken

Ein tiefer Kaufpreis ist nur dann attraktiv, wenn Lage, Gebäude und langfristige Nutzbarkeit ebenfalls zum Käuferprofil passen.

01

Ganzjahresqualität

Wandern, Bike-Angebot, Kultur, Thermalbad, Bahnanschluss und Sommerattraktivität können langfristig wichtiger werden als reine Schneesicherheit.

02

Naturgefahren

Lawinen, Hochwasser, Rutschungen und Steinschlag über kantonale Gefahrenkarten prüfen.

03

Marktliquidität

In kleinen Orten gibt es weniger Transaktionen. Ein günstiger Kauf kann beim Wiederverkauf länger dauern.

04

Erreichbarkeit

Bahnanschluss, wintertaugliche Zufahrt, Parkplatz und Reisezeit beeinflussen Eigennutzung, Vermietbarkeit und Wiederverkauf.

Käuferprofile

Welche Region passt zu welchem Käuferprofil?

Käuferprofil Mögliche Regionen Priorität
Sehr tiefes Budget Airolo, Glarus Süd, einzelne Orte in Ernen/Goms Sanierungsbedarf und Wiederverkauf besonders genau prüfen.
Deutschschweizer Wochenendnutzung Wildhaus-Alt St. Johann, Glarus Süd, Hasliberg Kurze Anreise und Ganzjahresangebot.
Walliser Berg- und Langlaufferien Goms, Ernen, Evolène, Leukerbad Objektstatus, Dorfteil und Winterzugang.
Westschweizer Bahnanschluss Leysin und Les Mosses Erreichbarkeit, internationale Nachfrage und Mietpotenzial.
Graubünden unter Top-Resort-Preisen Obersaxen Mundaun, Disentis, Savognin Mikrolage und Abstand zu Bergbahnen.
Späterer Hauptwohnsitz Orte mit Bahn, Einkauf, Medizin und Ganzjahresleben Alltagsinfrastruktur wichtiger als reine Ferienattraktivität.
Kaufprozess
In 14

Schritten zur passenden Alpenimmobilie

01

Gesamtbudget inklusive mindestens 25 bis 30 Prozent Eigenmittel und Kaufnebenkosten festlegen.

02

Klären, ob Hauptwohnsitz, freie Zweitwohnung oder vermietetes Ferienobjekt gesucht wird.

03

Regionen nach Reisezeit, Ganzjahresangebot und Infrastruktur vergleichen.

04

Gemeinde-Durchschnittswerte nur als ersten Filter verwenden.

05

Zweitwohnungsstatus und Lex-Koller-Fragen vor einer Reservation abklären.

06

Grundbuch, Pläne, Baubewilligungen und Nutzungsauflagen prüfen.

07

Bei Stockwerkeigentum Protokolle, Reglement und Erneuerungsfonds analysieren.

08

Gebäudezustand und energetischen Sanierungsbedarf fachlich beurteilen.

09

Naturgefahren, Winterzugang, Parkplatz und Schneeräumung prüfen.

10

Vermietungserträge konservativ und nach allen Kosten berechnen.

11

Steuerrechnung bis 2028 und ab 2029 simulieren.

12

Finanzierung schriftlich bestätigen lassen.

13

Vergleichsobjekte in derselben Mikrolage besichtigen.

14

Kaufvertrag vor der öffentlichen Beurkundung prüfen lassen.

Checkliste

Ist die günstige Alpenimmobilie wirklich ein guter Kauf?

01
Preis & Finanzierung

Preis mit Objekten derselben Mikrolage verglichen

Eigenmittel für Ferienobjekt bestätigt

Kaufnebenkosten separat reserviert

Finanzierungsbestätigung vorhanden

Tragbarkeit inklusive Hauptwohnsitz gerechnet

Keine unsicheren Mieteinnahmen vorausgesetzt

Renovationsreserve eingeplant

Steuerszenario ab 2029 geprüft

02
Recht & Nutzung

Erst- oder Zweitwohnungsstatus bestätigt

Nutzungsauflagen im Grundbuch geprüft

Gemeindeauskunft eingeholt

Lex Koller geklärt, falls relevant

Kurzzeitvermietung zulässig

STWE-Reglement gelesen

Baubewilligungen und Umbauten vollständig

Betreibervertrag geprüft

03
Gebäude & Standort

Erneuerungsfonds und Protokolle geprüft

Heizung, Dach und Fassade beurteilt

Feuchtigkeit und Wärmedämmung kontrolliert

Naturgefahrenkarte geprüft

Winterzugang und Parkplatz geklärt

Ganzjahresinfrastruktur getestet

Reisezeit realistisch beurteilt

Wiederverkaufsszenario durchgerechnet

Mehr zum Immobilienkauf
Direkt beantwortet

Häufige Fragen zu bezahlbaren Immobilien in den Schweizer Alpen

Die wichtigsten Antworten kompakt erklärt.

14 Fragen & Antworten

Bezahlbar ist relativ. In diesem Artikel gelten vor allem Gemeinden als vergleichsweise günstig, deren modellierte Durchschnittspreise unter dem Schweizer Wert von CHF 7’904 pro Quadratmeter liegen oder die innerhalb des alpinen Ferienwohnungsmarkts zur tieferen Preisgruppe gehören.

Zu den vergleichsweise günstigen Gemeinden gehören unter anderem Airolo, Glarus Süd, Ernen, Leukerbad, Goms, Evolène, Wildhaus-Alt St. Johann und Leysin.

Eine reine Multiplikation der Gemeinde-Durchschnittswerte ergibt ungefähr CHF 318’000 in Airolo, CHF 365’000 in Glarus Süd, CHF 404’000 in Ernen, CHF 427’000 in Leukerbad und CHF 459’000 in Goms.

Gemeinde-Durchschnittswerte umfassen unterschiedliche Objektarten und Lagen. Hochwertige Ferienwohnungen in touristischen Destinationen können deutlich teurer sein als der Durchschnitt der gesamten Gemeinde.

Airolo bietet alpines Wohnen und eine gute Verkehrslage, erreicht aber nicht die internationale Nachfrage und das Prestige der bekanntesten Resorts.

Im Vergleich zu den teuersten Walliser Destinationen sind diese Regionen weiterhin deutlich günstiger. Besonders gute Objekte können jedoch klar über dem Gemeinde-Durchschnitt liegen.

Nein. In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen grundsätzlich keine neuen unbewirtschafteten Zweitwohnungen bewilligt werden.

Je nach Staatsangehörigkeit, Wohnsitz und Objekt ist eine Bewilligung nach Lex Koller erforderlich. Die kantonale Bewilligungsbehörde oder ein Notariat sollte vor dem Kauf verbindlich angefragt werden.

Banken verlangen häufig mehr Eigenkapital als beim Hauptwohnsitz. Je nach Anbieter und Objekt sind häufig mindestens 25 bis 30 Prozent, teilweise 30 bis 50 Prozent Eigenmittel erforderlich.

Für eine Ferien- oder Zweitwohnung kann die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge grundsätzlich nicht genutzt werden.

Ab 1. Januar 2029 entfällt der Eigenmietwert auch auf selbstgenutzten Zweitliegenschaften. Gleichzeitig können Kantone eine besondere Objektsteuer auf überwiegend selbstgenutzte Zweitwohnungen einführen.

Das hängt von Nutzungsauflage, kommunalem Recht, Stockwerkeigentümerreglement, Bewilligungen und Erwerbsstatus ab.

Wichtig sind Naturgefahrenkarten, Hochwasser, Lawinen, Rutschungen, Steinschlag, Winterzugang, langfristige Schneesicherheit und sommerliche Attraktivität.

Wichtig sind Grundbuchauszug, Nutzungsauflagen, Baubewilligungen, STWE-Reglement, Protokolle, Erneuerungsfonds, Sanierungsplan, Gebäudeversicherung, Energiezustand, Naturgefahren, Steuern, Vermietungsregeln und eine Finanzierungsbestätigung.

Zusammenfassung

Bezahlbare Alpenimmobilien gibt es noch – aber der Preis allein reicht nicht

Bezahlbarere Immobilien gibt es in den Schweizer Alpen weiterhin, meist jedoch ausserhalb der international bekannten Top-Destinationen.

Besonders Airolo, Glarus Süd, Ernen, Leukerbad, Goms, Evolène, Wildhaus-Alt St. Johann und Leysin weisen aktuelle Modellwerte unter dem Schweizer Durchschnitt auf.

Entscheidend sind jedoch auch Erst- oder Zweitwohnungsstatus, Finanzierung, Sanierungsbedarf, Gemeinschaftskosten, Steuern, Naturgefahren, Ganzjahresqualität und Wiederverkauf. Wer diese Faktoren systematisch prüft, kann in kleineren Alpenorten ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis finden als in Gstaad, St. Moritz, Verbier, Andermatt oder Zermatt.

Immobilien in Bergregionen

Häuser und Eigentumswohnungen in den Schweizer Alpen suchen

Vergleichen Sie aktuelle Kaufobjekte nach Gemeinde, Objektart, Zimmerzahl und Budget und prüfen Sie anschliessend die konkrete Mikrolage und den Nutzungsstatus.

Alpenregionen vergleichen Kaufpreis filtern Objekt im Detail prüfen
Cached: 05.10.2026 01:09:34