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Mehr Baubewilligungen in der Schweiz: Entspannt sich der Wohnungsmarkt?

Die Zahl der Baubewilligungen für neue Wohnungen ist in der Schweiz wieder gestiegen – besonders stark im Mietwohnungsbau. Eine schnelle Entspannung ist dennoch unwahrscheinlich: Zwischen Bewilligung und Bezug liegen Planung, Finanzierung und Bauzeit, während Bevölkerung und Wohnraumnachfrage weiter wachsen.

Autor: Aktualisiert am: · Lesezeit: ca. 16 Minuten

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50’700 Wohnungen 2025 bewilligt
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+6 % Baubewilligungen gegenüber 2024
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+21 % Mietwohnungen bewilligt
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–11 % Baugesuche Warnsignal für Pipeline
Wohnungsbau 2025

Die aktuellen Zahlen zum Schweizer Wohnungsbau

Die Baubewilligungen haben sich nach mehreren schwachen Jahren sichtbar erholt. Wüest Partner beziffert die Zahl der 2025 bewilligten neuen Wohnungen auf rund 50’700.

Gegenüber 2024 entspricht dies einem Anstieg von ungefähr 6 Prozent und dem höchsten Wert seit 2018. Für die Einordnung müssen jedoch weitere Marktindikatoren berücksichtigt werden.

Kennzahl Aktueller Stand Einordnung
Baubewilligungen 2025 rund 50’700 Wohnungen Etwa 6 Prozent mehr als 2024 und höchster Stand seit 2018.
Bewilligte Mietwohnungen rund 21 % mehr Der Aufschwung konzentriert sich stark auf den Mietwohnungsbau.
Baugesuche 2025 rund 11 % weniger Der jüngste Bewilligungsanstieg könnte teilweise vorübergehend sein.
Leerwohnungen 2025 48’455 Wohnungen 3’519 weniger als im Vorjahr.
Leerwohnungsziffer 1,00 % Fünfter Rückgang in Folge.
Bevölkerung Ende 2025 9’124’300 Personen Zunahme um rund 73’300 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent.
Wohnungsproduktion 2023 rund 46’700 Wohnungen 2018 waren es noch gut 53’000 Wohnungen.
18 höchster Wert seit 2018 Baubewilligungen
48k 48’455 Leerwohnungen Stichtag 2025
9.1 9,12 Mio. Einwohner Ende 2025
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Baubewilligungen sind ein Frühindikator. Sie zeigen, welche Projekte grundsätzlich realisiert werden dürfen. Sie sagen noch nicht, wie viele Wohnungen bereits gebaut, bezogen oder tatsächlich verfügbar sind.

Von der Idee bis zum Bezug

Was bedeutet eine Baubewilligung?

Eine Baubewilligung ist die behördliche Zustimmung zu einem Bauprojekt. Sie bestätigt, dass das eingereichte Vorhaben unter den verfügten Bedingungen mit den anwendbaren Bau-, Planungs- und Umweltvorschriften vereinbar ist.

Phase Aussage Unsicherheit
Baugesuch Ein Projekt wurde zur Prüfung eingereicht. Bewilligung, Auflagen, Einsprachen und Finanzierung sind noch offen.
Baubewilligung Das Projekt darf grundsätzlich realisiert werden. Baubeginn, Finanzierung und vollständige Umsetzung bleiben offen.
Baustart Das Projekt wird tatsächlich umgesetzt. Bauzeit, Kosten und Fertigstellung können sich verändern.
Fertigstellung Die Wohnungen können bezogen werden. Preis, Lage und Wohnungstyp müssen weiterhin zur Nachfrage passen.
1 ProjektGrundstück und Finanzierung prüfen
2 Baugesuchbehördliche Prüfung
3 Bewilligunginklusive Auflagen
4 AusführungsplanungVergabe und Finanzierung
5 BauProjekt realisieren
6 Bezugvermieten oder verkaufen
Wohnraummangel

Warum sich der Wohnungsmarkt nicht sofort entspannt

Für eine breite Entspannung müssten über längere Zeit mehr Wohnungen fertiggestellt werden, als durch zusätzliche Haushalte, Abbrüche, Umnutzungen und andere Veränderungen benötigt werden.

01

Die Nachfrage wächst weiter

Die Bevölkerung nahm 2025 um rund 73’300 Personen zu. Gleichzeitig wächst die Zahl kleiner Haushalte.

02

Bewilligungen wirken verzögert

Finanzierung, Ausführungsplanung, Bau und Abnahme können Monate oder Jahre dauern.

03

Ersatzneubau ist nicht reiner Nettozuwachs

Bestehende Wohnungen werden zuerst abgebrochen und verschwinden während der Bauphase vom Markt.

04

Neubau entsteht nicht immer am richtigen Ort

In besonders knappen Städten und Agglomerationen können neue Wohnungen rasch absorbiert werden.

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Das Preissegment entscheidet

Teure Neubauten entlasten Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen nur begrenzt.

Mietwohnungsbau

Der Aufschwung konzentriert sich auf Mietwohnungen

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Erträge

Höhere Angebotsmieten

Steigende Angebotsmieten können erwartete Projekterträge erhöhen.

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Investoren

Langfristige Mieterträge

Institutionelle Investoren suchen stabile und langfristige Anlageerträge.

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Verdichtung

Mehr Wohnungen pro Grundstück

Mehrfamilienhäuser nutzen knappes Bauland wesentlich dichter als Einfamilienhäuser.

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Städte

Bestand wird verdichtet

In Städten entstehen neue Wohnungen zunehmend auf bereits bebauten Grundstücken.

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Mehr Neubau bedeutet nicht automatisch sinkende Bestandsmieten. Am ehesten kann ein grösseres Angebot den Wettbewerb bei Neuvermietungen verbessern und den Anstieg der Angebotsmieten regional bremsen.

Wohneigentum

Wohneigentum bleibt trotz höherer Gesamtzahlen knapp

Der Anstieg der gesamten Baubewilligungen darf nicht mit einem Boom beim Wohneigentum verwechselt werden.

Laut UBS wurden 2025 lediglich rund 5’100 Einfamilienhäuser und 11’200 Eigentumswohnungen bewilligt.

Mehr Mietwohnungsbau kann den Mietmarkt entlasten, bedeutet aber nicht automatisch eine grössere Auswahl für Käuferinnen und Käufer.

Warum Wohneigentum knapp bleibt

  • knappes und teures Bauland
  • hohe Grundstücks- und Baukosten
  • Verdichtung zugunsten von Mehrfamilienhäusern
  • strenge Tragbarkeitsanforderungen
  • hohe notwendige Eigenmittel
  • komplexe Planungs- und Bewilligungsverfahren
  • wenig geeignetes Bauland in Zentren
Regionale Unterschiede

Der Wohnungsmarkt entspannt sich nicht überall gleich

Die nationale Zahl von 50’700 bewilligten Wohnungen verdeckt erhebliche regionale Unterschiede. Einzelne Grossprojekte können die Statistik eines Kantons oder einer Region stark verändern.

Regionale Ausgangslage Mögliche Wirkung zusätzlicher Wohnungen
Stadt mit sehr tiefem Leerstand Neue Wohnungen werden häufig rasch vermietet; die Entspannung bleibt begrenzt.
Gut erschlossene Agglomeration Grössere Projekte können Auswahl und Suchradius deutlich erweitern.
Gemeinde mit höherem Angebot Zusätzlicher Neubau kann Vermarktungsdauer verlängern und Preiswettbewerb erhöhen.
Touristische Region Die Wirkung hängt davon ab, ob Erstwohnungen oder Ferienobjekte entstehen.
Ländliche Region Ein grosses Projekt kann den lokalen Markt relativ stark beeinflussen.
Preise & Mieten

Was bedeuten mehr Baubewilligungen für Mieten und Immobilienpreise?

Marktsegment Kurzfristige Wirkung Mittelfristige Wirkung
Mietwohnungen Noch wenig zusätzliche Verfügbarkeit. Mehr Auswahl und möglicherweise langsamer steigende Angebotsmieten.
Bestandsmieten Keine direkte Wirkung. Indirekt mehr Wechselmöglichkeiten für Mieter.
Eigentumswohnungen Angebot bleibt knapp. Regional mehr Auswahl, aber kein sicherer Preisrückgang.
Einfamilienhäuser Sehr begrenzter Neubau. Knappheit bleibt in vielen Regionen bestehen.

Angebotsmieten

Ein grösseres Angebot kann den Mietpreisanstieg bremsen, sofern die Wohnungen am richtigen Ort und im nachgefragten Preissegment entstehen.

Bestandsmieten

Bestehende Vertragsmieten sinken nicht automatisch, nur weil in einer Region neue Wohnungen gebaut werden.

Wohneigentum

Weil der Neubau von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern vergleichsweise schwach bleibt, folgt aus den höheren Gesamtbewilligungen kein automatischer Preisrückgang.

Risiken

Was könnte den Bauaufschwung wieder bremsen?

Höhere Bewilligungszahlen sind noch kein Beweis für einen dauerhaft stärkeren Wohnungsbau. Besonders der Rückgang der Baugesuche ist ein Warnsignal.

01

Weniger Baugesuche

Eine schwächere Projektpipeline kann später wieder zu weniger Bewilligungen führen.

02

Lange Verfahren

Planung, Einsprachen und Rekurse können Projekte deutlich verzögern.

03

Hohe Kosten

Bau- und Grundstückskosten liegen weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.

04

Finanzierung

Wirtschaftlichkeit und Kapitalbedarf können Projekte trotz Bewilligung stoppen.

05

Regulierung

Zusätzliche energetische, bauliche oder politische Anforderungen können Projekte verteuern.

06

Grossprojekte verzerren Daten

Einzelne grosse Arealentwicklungen können Jahreswerte überproportional beeinflussen.

Wohnungsknappheit

Was Bund, Kantone und Gemeinden tun

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Bezahlbarkeit

Bedarfsgerechten Wohnraum schaffen

Nicht nur die Menge, sondern auch Grösse und Preis der Wohnungen sind für eine Entspannung entscheidend.

Verdichtung

Rund 59 Prozent auf bereits bebauten Grundstücken

Nach Angaben des Bundesamts für Raumentwicklung wurden zwischen 2018 und 2022 rund 59 Prozent der Baubewilligungen für neue Wohnungen auf bereits bebauten Parzellen erteilt.

Dazu gehören Ersatzneubauten, Aufstockungen, Anbauten, Umnutzungen und die Verdichtung bestehender Wohnsiedlungen.

Marktszenarien

Drei mögliche Entwicklungen des Wohnungsmarkts

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Szenario

Erneute Verschärfung

Weniger Baugesuche führen später zu weniger Bewilligungen und Fertigstellungen, während die Nachfrage hoch bleibt.

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Diese Szenarien sind eine Markteinordnung und keine Garantie. Entscheidend sind die tatsächlichen Fertigstellungen, das Bevölkerungs- und Haushaltswachstum sowie die regionale Nachfrage.

Wohnungssuche

Was bedeuten mehr Baubewilligungen für Wohnungssuchende?

01
Neubau früh beobachten

Neubauprojekte werden teilweise vor Fertigstellung vermarktet.

Suchabos und frühe Registrierung können Vorteile bringen.

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Agglomeration prüfen

Grössere Projekte entstehen häufig in gut erschlossenen Agglomerationsgemeinden.

Ein breiterer Suchradius kann die Auswahl erheblich vergrössern.

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Gesamtkosten vergleichen

Nettomiete, Nebenkosten, Energie, Mobilität und Parkplatz gemeinsam betrachten.

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Grundriss statt nur Zimmerzahl

Wohnfläche, Stauraum, Balkon, Keller und Möblierbarkeit sind bei kompakten Neubauten wichtig.

Eigentümer & Investoren

Was bedeutet die Entwicklung für Eigentümer und Investoren?

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Entwickler

Nachfrage allein reicht nicht

Wirtschaftlichkeit, Baukosten, Regulierung und Verfahrensdauer bleiben zentrale Risiken.

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Neubaukäufer

Projekt genau prüfen

Fertigstellung, Bauqualität, Garantien, Zahlungsplan, Umgebung und weitere Bautätigkeit beachten.

Marktindikatoren

Woran erkennt man eine echte Entspannung?

Eine nachhaltige Verbesserung zeigt sich nicht an einer einzelnen hohen Bewilligungszahl. Mehrere Kennzahlen sollten sich gleichzeitig verändern.

Indikator Signal für Entspannung
Baugesuche Mehrere Jahre stabil oder steigend.
Baubewilligungen Breiter Anstieg statt einzelner Grossprojekte.
Baustarts Bewilligte Projekte werden tatsächlich realisiert.
Fertigstellungen Deutlich mehr bezugsbereite Wohnungen.
Nettozuwachs Neubau übersteigt Abbrüche und Umnutzungen deutlich.
Leerwohnungsziffer Stabilisierung oder Anstieg in knappen Regionen.
Anzahl Inserate Mehr verfügbare Wohnungen pro Gemeinde und Preissegment.
Insertionsdauer Wohnungen bleiben länger ausgeschrieben.
Angebotsmieten Preisanstieg verlangsamt sich oder stagniert regional.
1 Bewilligungennur erster Indikator
2 Fertigstellungenreales Angebot
3 LeerstandMarktdruck messen
4 Inserate & MietenWirkung sichtbar machen
Checkliste

Baubewilligungen und Wohnungsmarkt richtig einordnen

01
Aktuelle Zahlen

Zahl der Baubewilligungen geprüft

Baugesuche berücksichtigt

Fertigstellungen separat betrachtet

Leerwohnungsziffer geprüft

Bevölkerungswachstum berücksichtigt

Haushaltsentwicklung berücksichtigt

Miet- und Eigentumssegment getrennt

Datenstand geprüft

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Region & Projekt

Lokale statt nur nationale Zahlen geprüft

Grossprojekte als Sondereffekt erkannt

Mietwohnungen und Eigentum unterschieden

Preissegment geprüft

Ersatzneubau und Zusatzneubau unterschieden

Baustart geprüft

Fertigstellungstermin geprüft

Einsprachen berücksichtigt

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Marktwirkung

Verfügbare Inserate beobachtet

Insertionsdauer beobachtet

Angebotsmieten verglichen

Kaufpreise regional verglichen

Wohnungsgrössen und Grundrisse geprüft

Bezahlbarkeit des Neubaus beurteilt

Kurz- und mittelfristige Wirkung getrennt

Einzelne Kennzahl nicht überbewertet

Wohnungsmarkt Schweiz
Direkt beantwortet

Häufige Fragen zu Baubewilligungen und Wohnungsmarkt

Die wichtigsten Antworten kompakt erklärt.

14 Fragen & Antworten

Nach Marktdaten von Wüest Partner wurden 2025 Baubewilligungen für rund 50’700 neue Wohnungen erteilt. Das waren rund 6 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit 2018.

Kurzfristig ist keine flächendeckende Entspannung zu erwarten. Die Wohnungen müssen zuerst finanziert, gebaut und fertiggestellt werden, während die Nachfrage hoch bleibt.

Ein Baugesuch ist der Antrag auf Prüfung eines Projekts. Eine Baubewilligung bedeutet, dass es unter den verfügten Bedingungen realisiert werden darf.

Zwischen Bewilligung und Bezug liegen Finanzierung, Ausführungsplanung, Bauarbeiten und Abnahme. Die Wirkung auf das Angebot erscheint deshalb verzögert.

Der jüngste Anstieg entfiel überwiegend auf den Mietwohnungsbau. Wüest Partner beziffert den Zuwachs bei bewilligten Mietwohnungen auf rund 21 Prozent.

Die Nachfrage wächst weiter, Planung und Bau dauern lange, Ersatzneubauten verdrängen vorübergehend Wohnungen und nicht jede Bewilligung wird sofort umgesetzt.

Am 1. Juni 2025 lag die offizielle Schweizer Leerwohnungsziffer bei 1,00 Prozent. Gezählt wurden 48’455 leer stehende Wohnungen.

Ein allgemeiner Rückgang ist kurzfristig nicht zu erwarten. Mehr Neubau kann den Anstieg der Angebotsmieten regional bremsen.

Aus höheren Gesamtbewilligungen folgt kein automatischer Preisrückgang. Der Neubau von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bleibt vergleichsweise gering.

Bauland, Nutzungsplanung, Nachfrage, Projektgrössen, Bewilligungsverfahren und Einsprachen unterscheiden sich stark. Einzelne Grossprojekte können Statistiken zusätzlich verzerren.

Ja. Finanzierung, Baukosten, Auflagen, Einsprachen, Nachfrage oder fehlende Wirtschaftlichkeit können ein Projekt verzögern oder stoppen.

Rechtsmittel gehören zum Rechtsschutz, können komplexe Projekte aber deutlich verzögern.

Am ehesten Regionen, in denen mehrere grössere Projekte tatsächlich fertiggestellt werden und das neue Angebot zur lokalen Nachfrage passt.

Wichtig sind Baugesuche, Baubewilligungen, Baustarts, Fertigstellungen, Nettozuwachs, Leerwohnungsziffer, Anzahl Inserate, Insertionsdauer und Angebotsmieten.

Zusammenfassung

Mehr Baubewilligungen sind positiv – aber noch keine Entspannung

2025 wurden in der Schweiz rund 50’700 neue Wohnungen bewilligt. Das waren etwa 6 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 2018 nicht mehr. Besonders stark stiegen die Bewilligungen für Mietwohnungen.

Gleichzeitig gingen die Baugesuche bereits wieder zurück, die Leerwohnungsziffer lag 2025 bei nur 1,00 Prozent und Bevölkerung sowie Zahl der Haushalte wachsen weiter.

Mehr Neubau dürfte deshalb zunächst vor allem verhindern, dass sich die Knappheit noch schneller verschärft. Eine spürbare Entspannung ist am ehesten regional möglich, wenn mehrere Projekte tatsächlich fertiggestellt werden und hinsichtlich Lage, Grösse und Preis zur Nachfrage passen.

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